Bäume, Sträucher und Stauden setzen im Herbst mit unterschiedlichen Blattfarben stimmungsvolle Akzente. Daher denken Sie jetzt schon an das nächste Jahr und nutzen Sie die frostfreien Tage zum Pflanzen, denn Herbst und Frühjahr sind ideale Jahreszeiten, um Gehölze und Stauden zu setzen.
Stimmungsvolle Akzente
Unter den Stauden finden sich einige, die mit interessanten Blattfärbungen das Auge des Betrachters locken. Zu ihnen gehören beispielsweise einige dekorativ gefärbte Funkien (Hosta), Taubnessel-Sorten (Lamium) und Bergenien (Bergenia-Hybride). Letztere zeigen im Herbst eine kräftige Farbmischung aus Grün- und Rottönen. Das Blaue Pfeifengras (Molinia caerulea) bildet dichte, bis zu 70 cm hohe Horste mit gelber Herbstfärbung. Feurig kommt der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) daher. Mit seinen flammend roten Herbstblättern ist er ideal für Beeteinfassungen geeignet. Die ebenfalls sonnenliebende Rutenhirse (Panicum virgatum) hat – je nach Sorte – eine gelbe oder rote Färbung der Blätter.
Dekorative Farben
Auch unter den Gräsern gibt es einige, die besonders in schattigen Gartenbereichen für Aufregung sorgen. Zu ihnen gehören die Seggen (Carex). Sie bringen mit schwefelgelber (Carex montana) oder sattgrüner (Carex umbrosa) Färbung Abwechslung ins herbst- und winterliche Gartenbild. Einige Sorten weisen zusätzlich eine wunderschöne Panaschierung auf wie zum Beispiel die weiß gestreifte Carex ornithopoda. Der Fachmann bezeichnet mit dem Wort „panaschiert“ Blätter, denen zum Teil das Blattgrün fehlt, wodurch dann weiße Streifen, Flecken und Muster (zum Beispiel Marmorierungen) im Blatt entstehen.
Buntes Blattwerk
Herbstbunte Sträucher und Bäume haben auch einiges zu bieten wie der Japanische Feuerahorn (Acer japonicum). Dieser 1 bis 1,5 m hohe Solitärstrauch hat interessant geschlitztes, feuerrotes Herbstlaub. Früchtetragend und ebenfalls flammendrot ist der Korkflügelstrauch (Euonymus alatus). Gelbrot ist die Blattfärbung der Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) und des Amberbaums (Liquidamber styraciflua). Eine Besonderheit ist die Zaubernuss (Hamamelis mollis). Dieser 1,5 bis 2 m hohe Winterblüher wartet mit besonders schönen Blüten auf und trägt mit seinen Blättern im Herbst ein goldgelbes Gewand. Er sollte daher als Solitärstrauch gepflanzt werden.
Weniger ist mehr, heißt es, wenn nicht ein Durcheinander gepflanzt werden soll. Wenn Sie es im nächsten Jahr im Garten aber „bunt“ treiben wollen, dann achten Sie darauf, dass die Pflanzen ein harmonisches Gesamtbild ergeben und die Farben von Laub und/oder Blüten sich verstärken. Die Leuchtkraft des feurigrot gefärbten Herbstlaubs des Japanischen Feuerahorns ist ein weithin sichtbarer Blickfang, der sich beispielsweise von immergrünen Koniferen besonders gut abhebt.
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